Nature Neuroscience·8. September 2026
Bei Mäusen hinterlassen Darminfektionen langlebige Immungedächtniszellen, die rund um die schützende Hirnhaut stationiert sind.
Darminfektionen können bei Immunzellen rund um das Gehirn dauerhafte Spuren hinterlassen. Bei Mäusen schickten Darmbakterien und Parasiten spezielle Immunzellen, sogenannte T-Zellen, von den Eingeweiden zur äußeren Hirnhaut. Diese Zellen ließen sich dort in der Nähe von Blutgefäßkanälen nieder und blieben langfristig. Tauchte derselbe Erreger später im Blut wieder auf, reagierten diese sesshaften Zellen schnell: Sie vermehrten sich und sandten Abwehrsignale aus.
Gezeigt bei Mäusen: vom Darm geprägte Immunzellen siedeln sich in der Nähe von Hirnblutgefäßen an und reagieren schnell bei erneutem Kontakt.
Nur eine Mausstudie, noch keine Daten am Menschen.
Integritätsprüfung: bestanden (3 Prüfungen) Geprüft am 6. Oktober 2026. Aaron Fleming, Karen Neish et al., Intestinal infections establish antigen-specific, long-lived memory CD4+ T cells in the brain and meninges Zur Quelle